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Die Zypresse – eine schöne Pflanze mit Heilwirkung

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Die Zypresse (Cupressus) gehört zu der Pflanzenfamilie der Zypressenartigen (Cupressaceae) und ist eine Gattung von immergrünen Nadelbäumen. In der Jugend wachsen sie schnell, später immer langsamer. Die Wuchsformen schwanken von verzweigt bis hoch, von hängend bis säulenförmig, von hohen Kronen bis hin zu ausladenden Formen. Durch das rasche Wachstum und das dichte Laub eignen sie sich gut als Windschutz. Der Baum wird bis zu 30 Meter hoch. Die typische Wuchsform ist sehr schmal und säulenförmig. Daher auch der Name Säulenzypresse. Die Nadeln der Pflanze sind schuppenartig, der Duft würzig und balsamisch. Aus kleinen Blüten entstehen zapfenartige Früchte, die bis zum Herbst ausreifen. Zypressen wurden seit der Antike kultiviert und von Phöniziern aus Asien nach Europa gebracht. Hier wurden sie zunächst in Zypern angepflanzt. Die Pflanzen findet man in warmen Klimazonen der nördlichen Hemisphäre. Es gibt etwa 20 verschiedene Arten, wahrscheinlich aber mehr. In Mitteleuropa ist die Pflanze eher selten.

Benutzt wurde das Gewächs bereits in der Antike. Das Holz wurde für Weinpressen, Möbel und Musikinstrumente verwendet und hatte einen solchen Wert, dass eine Plantage dieser Pflanzen als beliebte Mitgift für eine Tochter angesehen wurde. Im antiken Griechenland verwendete bereits Hippokrates die Pflanze gegen Schwindsucht. Die Kranken wurden dazu in Zypressenwälder gebracht, um den intensiven Duft zu inhalieren. Die Zweige und das Holz wurden gegen Gebärmuttererkrankungen und Darmkrankheiten verwendet. Zur Behandlung von Hämorrhoiden wurden die Blätter erst im Mittelalter eingesetzt.

Die Inhalts- und Wirkstoffe der Pflanze werden aus Blättern und Zweigen gewonnen. Hier entsteht durch Wasserdampfdestillation ein ätherisches Öl, das Campher, Cedrol, Furfural, Sempervirol, Sylvestren und Terpineol enthält. Es wirkt desinfizierend, fiebersenkend und schweißtreibend, harntreibend, krampflösend und gefäßverengend. Es fördert die Wundheilung, vertreibt Insekten und wirkt sich positiv auf das Nervensystem aus. Trotzdem ist Vorsicht geboten, da das Öl der Zypresse von Menschen mit Bluthochdruck und Epileptikern nicht benutzt werden darf.

Foto © — Janine Grimmig / pixelio.de —

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